Später Knockout in Schiefbahn – Auftaktniederlage für Sentinels

In einem offenen Schlagabtausch unterliegen die Siegen Sentinels bei den Schiefbahn Riders mit 27:23. Den bitteren Schlusspunkt setzen die Gastgeber in der letzten Spielminute.

So manch ein Sentinelsfan mochte sich gestern an ein gewisses Spiel gegen Münster erinnert fühlen. Etwa 5 Minuten vor Schluss führen die Wächter mit soliden 11 Punkten – und gehen am Ende leer aus.

Bis dahin war es ein offener Schlagabtausch in dem sich beide Teams nichts schenkten. Die Sentinels erwischten hierbei den besseren Start, Nikita Schmunk sorgte für die ersten Punkte der Sentinels und auch der Extrapunkt saß. Die Riders hatten die Antwort schnell parat, verfehlten ihrerseits allerdings den Extrapunkt. Die erste Halbzeit war ansonsten sehr defenselastig, beide Teams ließen nicht viel zu. So überraschte es auch nicht, dass ausgerechnet eine Defense für den nächsten Score sorgte. Die Siegener stoppten die Gastgeber in der eigenen Endzone, der Safety kurz vor der Halbzeit brachte den Pausenstand von 6:9. In der zweiten Hälfte gingen die Scores dann Schlag auf Schlag. Schiefbahn erwischt einen Topstart und sorgt für den nächsten Touchdown ohne Extrapunkt; Siegen kontert mit einem Monsterlauf zum 12:16. Als das Momentum wieder in Richtung Schiefbahn zu schwingen scheint fängt Konstantin Weich einen Pass ab, Siegen ist wieder am Drücker, erzielt aber einen Touchdown der wegen einer Strafe aberkannt wird und muss den Ball wieder zurückgeben.

Im letzten Quarter gelingt allerdings ein weiteres Big Play und Nikita Schmunk macht seinen dritten Score des Tages. Doch als das Spiel mit 11 Punkten Vorsprung in die entscheidende Phase geht misslingt den Wächtern alles. Die Riders bringen einen tiefen Pass an und verkürzen mit einem weiteren Lauf der zwei Extrapunkte gibt. Den Sentinels misslingt bei eigenem Ballbesitz nicht nur der Versuch weitere Zeit von der Uhr zu nehmen, sondern übergibt den Ball durch einen Fehlpass auch noch mit kurzer Feldposition. Die Riders, die inzwischen wahrscheinlich jede Seite ihres Trickspielbuches ausgereizt haben, haben noch eine letzte Idee und kommen kurz vor Schluss zur Führung.

Nach einem Punktspiel, dass sich verschenkt anfühlt, kommen die Coaches zu dem Résumé, dass man heute einfach nicht bereit genug war und den entscheidenden Willen hat missen lassen. Große Zeit zum Wundenlecken bleibt den Sentinels allerdings mit Blick auf den Spielplan nicht.

Gratulation an Schiefbahn und einen großen Dank an alle die den Weg auf sich genommen haben. Wir entschuldigen uns dafür, dass unsere Facebookcommunity wohl relativ uninformiert blieb. Augenscheinlich gab es Probleme, was das Zusammenspiel zwischen Twitter, HP und Facebook angeht. Um solch technischen Störungen zukünftig aus dem Weg zu gehen empfehlen wir einen Besuch im Hofbachstadion am 7. Mai.